Der blaue Planet
Albumcover Karat "Der blaue Planet"

Der blaue Planet

Wird nur noch Staub und Gestein ausgebrannt allezeit auf der Erde sein?

Der blaue Planet als Streichholzkopf. Schon einmal hatte sich die Menschheit in eine extrem bedrückende Situation manövriert. Zu Beginn der 1980er Jahre, weil sich die Militär-Blöcke bedrohten. Im Kalten Krieg hatten sich NATO und Warschauer Pakt bis an die Zähne mit Atomraketen bewaffnet. Die Sprengkraft dieser Massenvernichtungssysteme hätte ausgereicht, die Menschheit und alles andere wahrscheinlich mehrfach auszurotten. Zusätzlich wurde die apokalyptische Stimmung durch Bücher und Filme, wie „Die letzten Kinder von Schewenborn“ verstärkt.

Tanzt unsere Welt mit sich selbst schon im Fieber?

Da war auch das Waldsterben.  In den Wäldern kam es zu Krankheit und Sterben der Bäume, weil das ätzende Schwefeldioxid aus den Kraftwerken und Autos die Pflanzen schädigte. Der Walfang führte zum bedrohlich unumkehrbaren Aussterben der Tiere, da die Bestände erbarmungslos überfischt wurden und sich nicht mehr erholten.

Hinzu kam die mentale Vorbereitung auf die beginnende Massenarbeitslosigkeit. In bedrückenden Szenarien wurden die Stahlkrise und beginnende Computerisierung der Arbeitswelt als Jobkiller heraufbeschworen. Die Schüler mussten in den Deutschstunden Aufsätze schreiben wie: „Erklär uns, wie du in Zukunft arbeiten willst“ und: „Wie wird die Menschheit mit den Problemen fertig?“

Uns hilft kein Gott, unsere Welt zu erhalten.

Ausbildungsplätze waren Mangelware. Aus diesem Grund fanden manche Bewerber keinen Beruf, weil die Betriebe zu wenig ausbildeten (in West-Deutschland – in Ost-Deutschland war das eher weniger der Fall).

In diese Zeit und diese Stimmungslage veröffentlicht die Rockband Karat ihr Nummer-Eins-Album „Der blaue Planet“. Konsequenterweise wurde die Schallplatte das erfolgreichste jemals in der DDR veröffentlichte Musikalbum und auch im Westen beliebt. Für ihre Verdienste erhielt die Gruppe den Nationalpreis der Deutschen Demokratischen Republik.

(Hier eine Demo-Version von Prof. Dr. Euromaster.  Allerdings, hat er nicht aufgepasst oder richtig zugehört?)

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